Josef Brandl hat es geschafft !

 

Er hat mit schwerer COPD und

24 Std. Sauerstoffversorgung

den Kölner Dom

bestiegen

 

Hier ist das Video dazu.

Bitte hier klicken, um es sehen zu können.

Auch Presseberichte finden Sie unter diesem Link!

 

 

Am Mittwoch dem

27.05.2015

um

16:00 Uhr

 

bestieg unser Mitglied

Josef Brandel den Kölner Dom !

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Hier im Kreise seiner Familie und Betreuer auf dem Weg zur Dombesteigung.

 

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Und schon nach ca 1 3/4 Std. hatte er es geschafft.

Für den Aufstieg benötigte er nur etwa eine Stunde!

Eine tolle Leistung!

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Jupp wir sind stolz auf Dich !

 

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Hier ein paar Tage vorher beim Training:

 

 

 

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Du schaffst das Jupp !!!

 

 

 

Lest weiter unten, wie alles begann !

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Hier nun ein Interview mit der Zeitung die Welt

von Josef Brandl

im Rahmen seiner geplanten Dombesteigung

 

 

"Niemals aufgeben"

 

COPD Vor elf Jahren bekam Josef Brandl (62) die Diagnose COPD – Schweregrad IV. Ein Leben ohne Atemnot kennt er nicht mehr. Wie er damit umgeht und von seinen Träumen erzählt er im Interview.

 

Josef Brandl: Diagnose COPD- Schweregrad IV

 

Josef Brandl: Diagnose COPD- Schweregrad IV

 

Wann haben Sie von Ihrer Erkrankung erfahren?

 

Das war 2004. Mein Hausarzt hatte mich abgehört und so festgestellt, dass etwas nicht stimmte. Er schickte mich zum Röntgen und führte einen Lungenfunktionstest durch. So wurde die Krankheit COPD diagnostiziert.

 

Welche Symptome hatten Sie?

 

Besonders die Atemnot hat mir zu schaffen gemacht. Treppensteigen und die kleinste Belastung drückten mir förmlich den Atem weg.

 

Sind die Auslöser bei Ihnen bekannt?

 

Rauchen ist der Hauptauslöser, daran lässt sich auch nichts schönreden. Bei mir kommt aber noch hinzu, dass ich Blechschlosser war, hatte sehr viel mit Glaswolle und Dämpfen von Farben und Verdünnung zu tun, in den 70er-Jahren habe ich auch mit Asbest gearbeitet. All das sind zusätzliche Risikofaktoren von COPD. Was es nun bei mir genau ausgelöst hat, lässt sich schwer sagen – alles hat wohl seinen Teil zu der Krankheit beigetragen.

 

Wie hat sich Ihr Leben seit der Diagnose verändert?

 

Jede Krankheit ist sehr schlimm, es gibt keine schöne Krankheit. Das Verräterische an COPD ist, dass man die Krankheit im Sitzen oder Stehen nicht merkt. Erst wenn man sich bewegt und plötzlich schnauft wie ein altes Dampfross, wird einem die Krankheit wieder bewusst. Ich musste lernen, mit sehr vielen Einschränkungen zu leben. Die Krankheit schreitet immer weiter fort, wird nach jeder Erkältung schlimmer. Schon das Anziehen, Bücken oder Gehen können zu großen Hindernissen werden. Auch das Wetter spielt eine Rolle. Kalte, warme oder feuchte Luft begünstigt oder verschlechtert die Symptome.

 

Wie wird die Krankheit bei Ihnen behandelt?

 

Durch Medikamente und eine permanente Sauerstoffversorgung. Zudem gehe ich einmal pro Woche zur reflektorischen Atemtherapie und einmal die Woche zum Lungensport.

 

Was kann man sich darunter genau vorstellen?

 

Beim Lungensport bewegt man sich eine Stunde an Geräten, unter Aufsicht eines Sporttherapeuten, der auch den Sauerstoff misst und schaut, dass alles in Ordnung ist. Danach folgt noch eine halbe Stunde Gymnastik. Mir tut das sehr gut und es hält mich fit – zumindest innerhalb meiner Möglichkeiten.

 

Was tun Sie außerhalb dieser Sportangebote für Ihren Körper?

 

Ich versuche, sehr viel spazieren zu gehen, mich von der Krankheit nicht unterkriegen zu lassen – auch wenn mir das nicht immer leichtfällt. Ich wohne direkt am Rhein und mein Ziel ist immer der eine Kilometer bis zur Fähre. Da es auf dem Weg durchgängig ein Geländer gibt, fühle ich mich recht sicher, da ich mich immer festhalten kann und verschnaufen.

 

Wie leben Sie mit der ständigen Sauerstoffversorgung?

 

Man gewöhnt sich daran. Für mich war das am Anfang sehr schwer, heute ist es zum Automatismus geworden. Denn wenn man nach einer gewissen Zeit merkt, dass der Sauerstoff einem hilft, wird er zur Selbstverständlichkeit. Auch für meine Mitmenschen. Die Einzigen, die ab und zu gucken, sind Kinder, und denen sage ich dann: „Fangt niemals an zu rauchen.“ Man muss die Krankheit versuchen zu akzeptieren und manchmal auch mit Humor zu nehmen, sonst macht sie einen kaputt. Darum setze ich mir auch immer kleine Ziele.

 

Und die sind?

 

Letztes Jahr war ich in Borkum zur Kur und ich wollte unbedingt auf den Leuchtturm. Der hat 308 Stufen – für einen COPD-Erkrankten in meinem Stadium fast unmöglich. Ich wollte mich aber nicht unterkriegen lassen und habe das mit den Therapeuten und Ärzten abgesprochen. Ich habe trainiert und habe es dann auch geschafft, was mich sehr stolz gemacht hat. Mein großer Wunsch ist nun der Kölner Dom, mit 530 Stufen. Ich trainiere auch schon dafür und hoffe sehr, dass ich es schaffe, mir diesen Traum noch zu erfüllen. Aufgeben werde ich nicht – der Weg ist das Ziel.

 

Was wollen Sie anderen Erkrankten raten?

 

Das ist sehr schwer. Ich bin in einer Selbsthilfe- und einer Sportgruppe, und zusammen erträgt sich eine Krankheit immer leichter. Jeder sollte für sich ausprobieren, was er noch kann und was nicht – aber niemals aufgeben, dann ((sonst)) hat die Krankheit gewonnen.

 

03-2015 Benjamin Pank, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

 

 

Unser Mitglied Josef Brandl hat Großes vor!

 

Jupp Leuchtturm oben

 

Ich wurde am 15.10.1952 in Köln geboren. Nach Abschluss der 9. Hauptschulklasse ging Ich in
eine Schreinerlehre . 1971 fing ich dann in der Firma Meyer & Gerber Schallschutztechnik zu erst
als Lkw Fahrer an . Nach meiner Bundeswehrzeit von Febr. 1974 bis April 1975 , konnte ich in die
Schlosserei Abteilung Industrieschallschutz der Firma zurückkehren. Unsere Produkte lieferten wir
Weltweit und führten Montagen in ganz Europa aus. In diesem Beruf kam ich mit Asbest,
Glaswolle, Schweißarbeiten und vielen anderen Stoffen die man später als Gesundheitsschädlich
einstufte in Berührung. Mit der Zeit wuchs ich so in diese Aufgabe hinein das ich Anfang der 80er
Jahre als Produktions - und Montageleiter eingesetzt wurde. 1978 heiratete ich und wurde Vater
eines Sohnes .
2004 hatte mein Hausarzt die Vermutung das ich COPD habe und schickte mich zum Lungenarzt
und zum Röntgen , dabei wurden folgende Diagnosen festgestellt :
Pleuraplaques
Asbestose
Lungenemphysem
COPD Gold III
außer der Asbestose sagte mir das alles nicht sehr viel .
Heute ist mir bewusst das Ich die COPD schon sehr viel früher hatte , und ich mir heute auch so
manche Situation in der ich Atemnote hatte besser erklären kann . Damals dachte ich, naja zuviel
angestrengt und daher die Atemnot . Eine der vielen Situationen , war bei einem Besuch auf dem
Kölner Ostervolksfest . Es regnete etwas und wir gingen über eine Rheinbrücke als mein Sohn
meinte , du schnaufst wie eine alte Dampflok, das war ungefähr mitte der 1990er Jahre . So gab es
viele Situationen wo ich heute weiß da war ich schon an der COPD erkrankt .
2008 bin ich dann zum ersten mal auf Grund der COPD in Reha nach Borkum gekommen . Am Tag
der Untersuchung wurde mir vom Arzt sofort ein 5 wöchiger Aufenthalt angeboten , den ich
natürlich annahm, wer bekommt schon 5 Wochen ''Urlaub'' auf Borkum umsonst ?! Der nächste
Satz allerdings war dann nicht so schön : Und mit dem Arbeiten war es das für sie .
Das war es dann wirklich nach meiner Rückkehr aus der Reha kam auch schon 14 Tage später der
Bescheid das mein Antrag Auf Reha als Antrag zur Rente gewertet wird und ich ab 01.08.2008
Rentner sei. Das war erst einmal ein riesen schock und ich wollte es nicht wahr haben , lehnte den
Antrag ab , nun spielte aber die Krankenkasse nicht mit und verlangte das ich einen neuen Antrag
zur Rente stelle oder ich bekäme in Zukunft bei Krankheit kein Geld . Also um es kurz zu machen
ab 01.08.2008 bin ich Rentner.
Durch einen Krankenhaus aufenthalt im St. Josef Krankenhaus Wiesdorf , lernte ich den VGS
kennen und meldete mich auch an und nehme seit dem am Lungensport teil .Von vorteil war
natürlich meine Partnerin die mich sehr unterstützt. Ein weitere vorteil der Gruppe war für mich das
ich mich dadurch auch etwas mehr mit der Krankheit auseinander setzte und auch sehr viel darüber
erfuhr . Und mit der zeit wuchs auch mein Ehrgeiz mich von der Krankheit nicht unterkriegen
zulassen . Auch bin ich durch die Sportgruppe zur Selbsthilfegruppe gekommen . All das ,meine
Partnerin, Familie, Freunde,meine Ärzte , die Sport- und Selbsthilfegruppe geben mir die Kraft das
ich der Krankheit Paroli bieten kann . Den Aufstieg des Leuchtturm auf Borkum, immerhin 308
Stufen in 40min., in diesem Jahr, war für mich ein toller Erfolg , so das ich die Idee hatte, und auch
umsetzen werde , noch einmal den Kölner Dom mit seinen 533 Stufen zu besteigen . Gelernt habe
ich in der ganzen Zeit das ich mich von der Krankheit nicht entmutigen lasse , und ich noch sehr
viel erleben möchte, sei es Konzerte (egal ob auf der Lorely oder Hamburg), Sportereignisse oder
aber auch die Kölner Lichter besuchen werde. Und mit 80 kauf ich mir ein Motorrad mit Beiwagen für die Sauerstoffbehälter .

Copd , ich mach es dir nicht leicht !

 

Jupp am Leuchtturm

 

NEUES VON JUPP BRANDLS DOMBESTEIGUNG.

Wir werden in Abständen von Jupps Fortschritten bei seiner geplanten Dombesteigung berichten, die voraussichtlich im nächsten Spätfrühling stattfinden soll. Wir sind wie er selbst sehr gespannt,wie die Sache weitergeht und drücken ihm die Daumen bei seinem weiteren Training

 


  Da Will Ich Hoch 

 

DOM

Nachdem Ich in meiner letzten Reha auf Borkum den dortigen Leuchtturm bestiegen hatte , kam mir, nachdem ich wieder zuhause war, der Gedanke, dass ich als echter KÖLSCHE JUNG auch den Dom noch mal besteigen wollte. Nun ist das ja schon für gesunde Menschen eine Anstrengung und für mich mit COPD GOLD 4 wird es eine besondere Herausforderung .

Der Gedanke setzte sich so in meinem Kopf fest, dass ich mit meinem Hausarzt darüber sprach .

Auch er war von dem Gedanken angetan und sagte mir seine volle Unterstützung zu. Er ging sogar noch einen Schritt weiter und meinte, ich sollte es nicht nur im Stillen für mich machen, sondern versuchen, die Presse und eventuell die Pharmaindustrie mit einzubeziehen . Da mein Arzt die Dinge nicht gerne auf sich beruhen lässt , suchte er im Internet nach den Adressen der in Frage kommenden Pharmafirmen. Ich schrieb noch am selben Tag einige der Firmen an , leider kam nur von einer Firma eine Rückmeldung . Diese war jedoch sehr daran Interessiert . Letzte Woche bekam ich dann eine Mail, dass sich die Firma mit ihrer PR Agentur treffen und sich darüber unterhalten werde, wie sie sich (wörtlich) ''Um die Betreuung seitens der Öffentlichkeitsarbeit Ihres Aufstiegs kümmern würde''

Nun , so nimmt meine Idee den Dom zu besteigen, Formen an , womit ich nie gerechnet hätte .

Aber es bestärkt mich nur darin, mein Ziel zu erreichen!

 

Und wieder neues von Jupp Brandel !

 

 

IMG-20150122-WA0017Da will ich hoch

 

....Seit dem letzten Bericht sind nun fast drei Monate vergangen und es hat sich einiges getan.
Beim Sport trainiere ich schon fleißig und Aufzüge benutze ich nur noch wenn es mir wirklich nicht gut geht , zumal die Jahreszeit ja auch nicht gerade die beste für uns COPD'ler ist .
Vor 3 Wochen hat sich dann auch wieder die Firma Takeda bei mir gemeldet , die mich ja Unterstütz und auch behilflich ist bei der Vorbereitung zur Dombesteigung ist. Nach dieser Mail wurde mir erst mal Bewusst wie Blauäugig ich an die Sache herangegen bin , Wobei Ich aber auch nicht mit solch einem „Event" gerechnet hatte. Nun hatten die beiden Therapeutinnen , Simone und Nina , und ich und ausgedacht in T Shirt's , am besten noch bedruckt den Dom zu besteigen. Dieser Gedanke gefiel der Takeda und mit der Mail kam auch schon die ersten Entwürfe eines T Shirt und was noch alles von einer PR Agentur die von der Takeda beauftragt wurde vorgeschlagen wurde .
Da der WDR ja schon über unseren COPD Tag berichtet hatte , was so eine Agentur natürlich recherchiert , wäre das eine Option , in Frage kommen auch WDR Der Gesundmacher, WDR Lokalzeit aus Köln, WDR Servicezeit . Neben dem WDR käme auch noch RTL West und KÖLN TV in frage. Und auch machte die PR Agentur darauf aufmerksam das im Mai „Welt-Nichtraucher-Tag" ist , womit man im Rahmen einer Berichterstattung eine Brücke schlagen könnte .
Darüber hinaus kämen Lokalpresse eine Überregionale Presse und Eine Yellow Press in Frage .
Das alles haute mich um , damit hatte ich ehrlich nicht gerechnet, und mein Hausarzt der mich ja darin am Anfang bestärkt hatte und immer noch tut , bestimmt auch nicht . Nun mittlerweile hab ich vor dem Aufstieg des Doms keine bange mehr , denn das drumherum ist ja schon eine Nummer für sich .
Da Ich ja damals auch die Deutsche Atemwegsliga angeschrieben hatte , diese jedoch erst nach der Besteigung berichten wollte , bekam ich dennoch wieder eine Mail von Ihnen . Darin fragte man nach ob ich bereit wäre ein Interview mit der Zeitung '' Die Welt '' zu machen . Die Welt würde eine Beilage in einer Der nächsten Ausgaben über COPD machen und gerne mit einem Betroffenen darüber reden wie er mit der Krankheit umgeht . Ich stimmte zu und das Interview fand auch schon statt.
Nun ist aus meiner Idee nach den Leuchtturm den Kölner Dom zu Besteigen etwas für mich wohl einmaliges geworden und was nun Schluss endlich daraus wird , kann ich vielleicht schon in der nächsten Atempause bekannt geben.

 

 

 

 

 

 
   
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